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Das Texas-Rig
Passend zur Winterzeit zeige ich euch hier nochmal die Basics des Texas-Rigs. Gerade in der kalten Jahreszeit sind unsere Räuber eher Träge und schwierig zu fangen. Das Texas-Rig bescherte mir in den vergangenen zwei Jahren dennoch einige schöne Fische!
Was wir zur Herstellung benötigen:
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Bulletweights / Patronenbleie
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Glasperlen
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Offsethaken / Wormhooks
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Köder
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Vorfachmaterial
Bleiben wir bei dieser Reihenfolge und starten mit den Bulletweights / Patronenbleien.
Diese speziell geformten Bleie sind auf das Fischen mit diversen Finesse-Rigs ausgelegt. Es weist eine Patronenform auf, einen längsverlaufenden Durchgang sowie eine Aussparung in Form einer Halbkugel auf der breiten Seite. Die Form bringt folgende Vorteile: eine gute Aerodynamik (auch unter Wasser
), eine verminderte Hängergefahr und gute Wurfeigenschaften. Die Längsbohrung ist für das Prinzip des Texas-Rigs essentiell. Sie ermöglicht den freien Schnurabzug nach dem Biss, ohne dass der Fisch das Gewicht wahrnehmen kann. Die nächste wichtige Eigenschaft des Patronenbleies ist die erwähnte Aussparung auf der breit zulaufenden Seite. Sie verbessert den akustischen Effekt dieser Montage…
…und so kommen wir zum nächsten Bestandteil des Rigs, der Glasperle.
Die verwendete Glasperle besitzt ebenfalls zwei wichtige Funkionen im Prinzip des Texas-Rigs. Die erste Funktion besteht darin, einen akustischen Reiz auszusenden um träge Fische zum Anbiss zu bringen. Die Perle sitzt vor dem Bulletweight auf der Schnur. Wird das Rig nun bewegt, knallen Perle und Blei gegeneinander und erzeugen einen kleinen “Knall” unter Wasser. Das macht den Fischen das Lokalisieren des Köders einfacher und bewegt sie zur Attacke. Die zweite Eigenschaft der Glasperle ist der Schutz des Knotens. Die Teilweise scharfen Kanten des Bleis gelangen nicht an den Knoten, sondern werden vorher von der Perle gestoppt.
Nun zu den verwendeten Haken. Um einen weiteren Vorteil der Montage ausspielen zu können benötigen wir spezielle Haken. Hierbei kommen Offsethaken oder Wormhooks zum Einsatz.
Der angesprochene Vorteil ist das sogenannte Offsetprinzip. Hierbei wird der Haken komplett im Köder versenkt, d.h. Hakenspitze und Hakenöse liegen versteckt im Gummikörper des Köders. Somit bietet sich hier die Möglichkeit Hängerfrei sowie frei von Kraut und Dreck zu fischen.
Als Köder kommen meist No-Action-Köder zum Einsatz, sprich Köder, die eine geringe Eigenaktion aufweisen.
Meist verwende ich diverse Würmer, Krebsimitate, No-Action-Shads oder Creatures. Für Barsche nehme ich gerne Köder zwischen 3″ und 5″. Auf Zander gerne auch größere Köder. Um noch einen zusätzlichen Reiz zu bieten kann man hierbei auf gesalzene oder “geflavourte” Köder zurückgreifen oder Köder mit Skirts etc. verzieren.
Als Vorfachmaterial kommt bei mir nur Flourocarbon zum Einsatz. All seine Eigenschaften machen sich bei diesem Rig nützlich. Die schlechte Sichtbarkeit passt zum Prinzip der Finesse-Montage, die hohe Abriebfestigkeit wirkt der Einwirkung des Bleies entgegen und die Dehnbarkeit wirkt als zusätzlicher Puffer vor der geflochtenen Hauptschnur. Bei mir kommen Durchmesser von 0,18-0,23mm zum Einsatz.
Jetzt, wo die Komponenten klar sein dürften, komme ich zur Führung des Rigs. Hierbei gibt es ebenso viele Möglichkeiten wie bei allen anderen Arten des Spinnfischens. Das Rig kann gejiggt, getwitcht oder einfach über den Grund geschliffen werden.
Ich mache es meistens folgendermaßen: Nach dem Auswurf sinkt die Montage an gespannter Schnur zum Grund. Jetzt zupfe ich sie Zentimeter für Zentimeter zu mir heran. Dabei lasse ich immer wieder Pausen in denen meine Schnur nicht gespannt ist! Die meisten Bisse kommen in diesen Ruhephasen. Da die Schnur durchhängt und somit der Biss nicht über die Rute wahrgenommen werden kann, muss man die Schnur beobachten. Kleinste Veränderungen weisen auf Fischkontakt hin. Bewegt sich die Schnur, oder zieht sie gar ab, kommt nach kurzer Zeit der Anhieb. Dieser sollte etwas kräftiger erfolgen, um den versenkten Haken aus dem Gummi freizusetzen und somit den Fisch zu Haken.
Ich wünsche euch viel Spass beim Ausprobieren und maximale Erfolge.
Tight Lines, Leo!
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